Kokusai-dori – koreanisches Papa Chicken
👋 Haisai! Ich bin CULT.
Heute geht es um ein gutes Restaurant in Okinawa… am Eingang der Kokusai-dori: Papachikin. Es wird von Koreanern betrieben und serviert koreanisches Fried Chicken. Naja… in Prag wäre das vielleicht etwas anderes, aber Okinawa liegt ja nah an Korea, deshalb weiß ich nicht genau, wie viele Leute dort gezielt nach koreanischem Essen oder koreanischem Chicken suchen. Ich treffe aber ständig koreanische Reisende und rede mit ihnen… überraschend viele machen 14- bis 15-tägige Reisen. Viele sind quasi richtige Resort-Fans, aber weil sie die Resort-Küche satt haben, suchen viele nach koreanischem Essen.
Jedenfalls: Wenn du unterwegs Lust auf koreanisches Chicken hast, ist ein Besuch empfehlenswert. Es liegt im Asato-Gebiet, am östlichen Eingang der Kokusai-dori.
📌 Papachikin Standort
Details
Die Lage ist am östlichen Ende der Kokusai-dori. Asato ist… nun ja, ein ziemlich wohlhabendes Viertel in Okinawa, daher sind die Parkgebühren etwas hoch. Normalerweise etwa 200 Yen pro 30 Minuten. Donnerstags ist Ruhetag und ⏰ die Öffnungszeiten sind von 11:00 bis 02:00 Uhr. Sonntags nur bis Mitternacht. [Google Maps]
Papa Chicken ist im traditionellen Stil, ähnlich wie Cheogajip Yangnyeom Chicken oder Mexican Chicken. Wenn Sie einen moderneren Stil wie BHC Ppurinkle bevorzugen, empfehle ich einen Besuch bei Hongdae Chicken. Persönlich mag ich die erstgenannte Variante etwas lieber.

Der Inhaber ist Koreaner; einfach reingehen und kurz „Hallo“ sagen. Es ist ein kleines Lokal mit mehreren Tischen für 2 und 4 Personen, daher passen, wenn es gut organisiert ist, etwa 8 Personen zusammen, und wenn keine anderen Gäste da sind, wohl bis zu 10. In Okinawa kommen übrigens überraschend viele Familien zu zehnt. Ich treffe solche Familien nämlich fast jeden Tag. Sie fragen immer: „Wir sind zu zehnt — könnt ihr uns ein Restaurant nennen, das uns reinlässt?“ Deshalb sage ich das jetzt vorab.

Die Tische sind leicht zu verschieben, also wenn ihr in einer größeren Gruppe kommt, könnt ihr einfach darum bitten, sie ein wenig umzustellen.
🍗 Eine Hälfte süß-würzig, die andere Hälfte scharf-würzig

Das sind die standardmäßigen Beilagen. Ich habe so lange keinen fein geschnittenen Rettich mehr gegessen… Deshalb ist hier eigentlich nur der Rettich in Erinnerung geblieben… Ich lebe seit zwölf Jahren im Ausland… Ich vermisse koreanisches Essen nicht wirklich. Ich habe auch kein Heimweh, ich esse einfach gut das landestypische Essen. Außer nahöstlichem Essen…

Das ist ein Halb‑halb‑Hähnchen: eine Hälfte mit Yangnyeom, die andere mit scharfem Yangnyeom. Der Preis liegt bei 2.800 Yen und ist damit etwas hoch. Naja… da es hier im Ausland ist und die Zutaten aus Korea importiert werden, ist der Preis natürlich höher.

Zuerst kann ich ganz klar sagen: Die Würzsauce ist eher… nicht so gut. Sie wurde offenbar für japanische Esser lokalisiert — es ist überhaupt nicht scharf, also ziemlich fade. Von der Sauce bleibt nur Süße übrig. Allerdings erinnert die scharfe Würze an die Sauce von Cheogajip Yangnyeom Tongdak, die man aus Korea kennt. Die scharfe Variante ist viel leckerer, bestellt also am besten die scharfe Sauce.

Ah… Es hat wirklich lecker geschmeckt, aber irgendetwas hat gefehlt… und zwar das Bier.
Zu Chicken passt am besten ein frisch in der Brauerei in Pilsen abgefüllter Pils in der Flasche — das wäre einfach fantastisch. Das einzige Fläschchen, das bei mir Nostalgie auslöst, ist Pilsner Urquell.
Wie dem auch sei: Wir haben mit Bekannten köstlich gegessen, sind dann Karaoke gegangen, haben wie verrückt gesungen und sind schließlich auseinandergegangen.
🚲 Zum Mitnehmen

Heute ist es soweit.
Der Supermarkt hatte schon geschlossen… Also bin ich ohne groß nachzudenken Hähnchen holen gegangen, habe es zum Mitnehmen einpacken lassen und bin jetzt auf dem Weg nach Hause.

Der Deckel ist oben offen, damit es nicht so feucht wird.
Das ist etwas, das ich, als ich in Prag gewohnt habe, ständig bemängelt habe, aber sie haben es nie geändert.. Deshalb schmeckt bestelltes Hähnchen in Prag furchtbar.. total labbrig..
Jedenfalls ist es durch den offenen Deckel weniger labbrig. Natürlich… auf dem Weg nach Hause habe ich noch Wetterfotos und ein paar Videos gemacht und ein bisschen rumgetrödelt, deswegen ist es ein wenig feucht geworden.

Oh? Ich habe die normale Würzung statt der scharfen bestellt… Mist…

Ich habe die 16 Stück für 2.800 Yen gekauft.
Zu Hause habe ich alles allein aufgegessen — ich dachte, ich platze gleich. Wie erwartet ist die normale Würze ziemlich süß… Ich empfehle nur die scharfe Würze.

Es gab keine Pepsi Zero, also habe ich eine Zero‑Cola gekauft.
Weltweit: Land, in dem Coca-Cola am schlechtesten schmeckt — Platz 1: Südkorea
Weltweit: Land, in dem Coca-Cola am schlechtesten schmeckt — Platz 2: Japan

Hab ich’s geschafft?
Man würde jetzt „wiederauferstehen“ sagen, aber so ein Klischee zieht hier nicht..
Jedenfalls, da ich nach langer Zeit mal einen richtigen freien Tag habe(?) habe ich den ganzen Tag mit Photoshop gerungen und abends mjam mjam lecker gegessen.
Noch einmal: Probiert die scharfe Sauce. Am besten das Scharfe bei Papachikin!
Dann lass ich’s dabei bewenden — morgen komme ich wieder mit Infos zur Reise nach Okinawa. Matayasai 👋
- Die Tische sind meist für zwei und vier Personen ausgelegt; bei Bedarf können sie so arrangiert werden, dass bis zu acht Personen zusammensitzen. Kommt eine größere Gruppe, stellt das Personal die Tische zusammen, damit mehr Leute gemeinsam Platz finden. Da das Lokal nicht sehr groß ist, würden auch bei zusammengestellten Tischen wohl nur etwa zwölf Personen an einem Tisch Platz haben.
- Für Koreaner kann Yangnyeom-Chicken etwas zu mild sein. Da Koreaner im Allgemeinen schärfere Aromen als Japaner bevorzugen, ist das normale Yangnyeom-Chicken eine an japanische Geschmacksvorlieben angepasste, lokalisierte Variante. Für Koreaner gilt die scharfe Version des Yangnyeom-Chickens als die übliche Zubereitung in Korea. Ich würde dieses Lokal eher japanischen oder westlichen Reisenden empfehlen.
- Das ist überhaupt nicht der Fall. In Japan ist das Alleinessen weit verbreitet, deshalb kannst du gerne kommen, wenn du allein essen möchtest — ganz ohne Scheu.
- Da es sich um ein Innenlokal handelt, ist es auch an regnerischen Tagen kein Problem. Außerdem liegt es am Anfang der Kokusai-dori in einer Gegend mit gut ausgebauter Entwässerung, sodass man sich wegen Regen kaum Sorgen machen muss.
- Aus meiner Sicht als Koreaner ist die scharfe Yangnyeom-Variante eigentlich nur auf dem Niveau des gewöhnlichen koreanischen Yangnyeom-Hähnchens. Für Japaner ist das allerdings sehr scharf, deshalb denke ich, dass ihnen das normale Yangnyeom-Hähnchen eher zusagen könnte.
